geschrieben vor ca. 13 jahren im vollen saft der pubertaet, in der nacht am ufer vom trasimener see

die nacht ist dunkel,
man sieht nur ein paar sterne
ich liege am boden,
die augen schauen nach oben
ich glaube sie suchen,
ich weiss nicht nach was
doch sie koennen nichts sehen,
denn sie sind voll traenen
traurige traenen, die langsam ueber die wangen
auf den boden rinnen und dort im sand versiegen
vielleicht wird hier einmal eine blume wachsen,
dann soll es eine blume sein, die freude spendet

das wasser rauscht,
es ist wie ein lied,
das leise an mein ohr kommt,
sich in meinem kopf festsetzt
und das sich dort staendig wiederholt
doch auch als das rauschen aufhoert,
ist es noch immer in mir,
wie ein taktgeber -
‘mal leise und dann wieder laut

ich bin alleine mit der welt,
kein einziges wesen um mich
ich mit meinen gedanken,
die immer wiederkehren,
wie das lied des wassers
das blut rinnt ueber meine haende
und tropft langsam in den see
da wird mein wunsch erfuellt -
ich werde eins mit der natur