gedichte


geschrieben vor ca. 13 jahren im vollen saft der pubertaet, in der nacht am ufer vom trasimener see

die nacht ist dunkel,
man sieht nur ein paar sterne
ich liege am boden,
die augen schauen nach oben
ich glaube sie suchen,
ich weiss nicht nach was
doch sie koennen nichts sehen,
denn sie sind voll traenen
traurige traenen, die langsam ueber die wangen
auf den boden rinnen und dort im sand versiegen
vielleicht wird hier einmal eine blume wachsen,
dann soll es eine blume sein, die freude spendet

das wasser rauscht,
es ist wie ein lied,
das leise an mein ohr kommt,
sich in meinem kopf festsetzt
und das sich dort staendig wiederholt
doch auch als das rauschen aufhoert,
ist es noch immer in mir,
wie ein taktgeber -
‘mal leise und dann wieder laut

ich bin alleine mit der welt,
kein einziges wesen um mich
ich mit meinen gedanken,
die immer wiederkehren,
wie das lied des wassers
das blut rinnt ueber meine haende
und tropft langsam in den see
da wird mein wunsch erfuellt -
ich werde eins mit der natur

manchmal, wenn ich nicht schlafen kann
liege ich in meinem bett
den kopf tief im kissen vergraben
die augen starren an die decke

manchmal, wenn ich nicht schlafen kann
liege ich dann nur so da
und habe so viele gedanken im kopf

es sind schoene gedanken
gedanken ueber spaeter, ueber frueher
gedanken ueber freunde, ueber die liebe

der mond wirft dann oft seine strahlen auf mein gesicht
und vielleicht sieht er ein kleines laecheln in meinem gesicht
dann weiss er, dass ich wieder an dich denke

manchmal, wenn ich nicht schlafen kann
liege ich einfach nur da
und ertappe mich dabei, wie das lachen verschwindet
und meine gedanken ernst werden

dann beginnt sich alles zu drehen
boeses beginnt wie ein blitz durch meinen kopf zu fahren
was soll ich dann nur tun?

dann erinnere ich mich wieder
dass es da jemanden gibt
jemand, der mir viel bedeutet
den ich verehre und dem ich vertraue

die blitze verschwinden
das lachen kehrt wieder zurueck
als ob es nie weg gewesen waere

dann kann ich endlich schlafen
und ich beginne wieder zu traeumen
von all den schoenen dingen
die die kraft fuer den naechsten tag geben

Es kommt wieder die Zeit
Es ist eine schoene Zeit
Der Nebel zieht wie ein Schal ueber das Land
Er gibt allem dieses geheimnisvolle Aussehen
Die Waelder beginnen sich zu verfaerben
alles wird bunt und doch irgendwie grau
Die Blaetter fallen zu Boden
sie bedecken die Wege und Wiesen
Alles ist still, als ob die Zeit stehengeblieben ist
Nur deine Schritte rascheln im Laub
- dann weisst du, dass du noch lebst
Die Tage werden immer kuerzer
es scheint, als ob keine Zeit ist
Zeit fuer die Dinge, die dem Leben den Sinn geben
Zeit fuer Freunde, Zeit fuer dich selbst
Zeit zum Nachdenken ueber diesen Sinn, den keiner kennt.